Seite auswählen

Foto von rumgurken.jetzt

Mittwoch, 16. Januar 2019

Heute also der letzte Tag an den Dünen. Die Piste kann noch so mies gewesene sein, ich bin schon fast wehmütig. Dieses Abenteuer kommt langsam zu einem Ende. Aber heute noch nicht. Ein weiterer Tag im riesigen Sandkasten.

Die majestätischen Sanddünen werden einfach nie langweilig. Der Morgenspaziergang mit den Hunden traumhaft. Und sie haben ihren Spaß. Und diese Ruhe hier. 

Aber wir stehen bereits wieder im Netzempfang. Also schnell auschecken, was online läuft. Nachrichten beantworten und ein paar Berichte fertig hochladen. Bis ich von einem Moped-Geräusch gestört werde.

Bachir. Der Auberge-Besitzer von gestern ist wieder hier. Er erkundigt sich, ob bei uns alles in Ordnung ist. Alles bestens, wir wollen nur noch einen weiteren Tag bleiben. Kein Problem. 

Gestern kamen wir bei einem Gespräch auf Cola. In allen Autos ist die alle. Und so eine schön kalte, sprudelnde Cola… Ich frage Bachir. Natürlich hat er Cola. Und er würde sie uns auch liefern. Allerdings für 20 MAD (1.80 EUR) die Flasche. Aber das ist mir in dem Moment egal. Man gönnt sich ja sonst nix.

Ich frage bei den Anderen nach. Und die Begeisterung ist gross. Bachir fährt mit einer ganzen Bestellung wieder und kommt wenig später zurück. Auf seinem Moped hat er einen Getränkeharass und darin (sogar kalte!!!) Cola. Die Glasflaschen sollen wir morgen bei ihm zurückgeben und ich krieg seine Visitenkarte. In Marokko gibt es nichts, was nicht geht.

Wir unterhalten uns. Die Themen bunt gemischt. Strom in der Wüste für den Kühlschrank, der von Solarmodulen generiert wird. Über seine Auberge und Touristen. Er ist sehr interessiert an der Schweiz und an Deutschland. Ansonsten redet er fast ausschließlich mit Franzosen, da es da keine Sprachbarriere gibt.

Was ist anders in der Schweiz? Das Wetter! Im Sommer ist es hier nach seiner Aussage nicht auszuhalten. Er schließt die Auberge und fährt an die Küste. Und uns fehlt die Gelassenheit, welche die Marokkaner haben. Ich sage nur „Inschallah“ ( =So wie Gott will!). 

Die Hunde. Irgendwie unverständlich. Von Jackson hat er Angst. An den kleinen Hunden ist er aber durchaus interessiert. Und scherzt sogar, dass er Ziva (die Hündin von Tanja) gegen eine Ziege tauschen würde. Eine Ziege ist aber nicht so praktisch für das Reisen. Argument! 

Er möchte meinen Bus anschauen. Ich zeige ihm alles und er ist begeistert, dass dies ja ein kleines Haus ist. Aber das ich immer hier drin lebe, hat er erst nach ein paar Anläufen verstanden. Der Austausch generell sehr interessant!

Foto von rumgurken.jetzt

Der Rest vom Tag vergeht unspektakulär bei Siesta und noch mehr im Sand tobenden Hunden. Der Abend dafür nochmals ein Highlight. Robby macht mega leckeres Stockbrot mit geilen Saucen. Über dem Lagerfeuer unter dem grandiosen Sternehimmel. Benedikt und Anette legen dann noch mit Zimtschnecken aus dem Dutchoven nach. Schade, dass die Tour wohl morgen zu Ende ist. Aber ein neues Abenteuer kommt bestimmt bald.